Wandkunst
Während meiner Studienzeit arbeitete ich in einer Cocktail- und Shisha-Bar, deren Wände in kräftigen Türkis- und Rottönen gehalten waren. Ein vorheriger Künstler, Tom, hatte eine monumentale, Medusa-ähnliche Figur und geheimnisvolle Ornamente in Dunkelblau und Schwarz auf die roten Wände gemalt. Als die Bar auf eine sanftere, sandfarbene Farbpalette umstellte, wurde ich eingeladen, die Wände komplett neu zu gestalten, wobei lediglich der ursprüngliche Medusa-Teil erhalten bleiben sollte.

Das neue Konzept konzentrierte sich auf traumhafte Natur – ein Thema, das meinem intuitiven Malstil sehr nahekommt. Tagsüber, während die Bar geschlossen war, entwickelte ich waldartige Formen, organische Strukturen und fließende Wasserfälle, die sich allmählich durch den Raum ausbreiteten. Ich integrierte den großen Spiegel als aktives Element, der ein Naturwesen erst durch die Spiegelung des Betrachters vollendet. Weitere Abschnitte zeigen Himmelsdarstellungen, Nordlichter, tropische Blumen, Schmetterlinge und griechisch inspirierte Motive, neben übergroßen Pilzen, die sich Stammgäste gewünscht hatten. Rechts von der Medusa wurde das verbleibende Türkis in eine ruhige, goldene Szene verwandelt, die wie ein rundes Fenster in einen Sternenhimmel und ein ruhiges Meer blickt. Dieser Ansatz ermöglichte es den ursprünglich leuchtenden Farben, sanft in die neue, gedämpfte Atmosphäre der Bar überzugehen und gleichzeitig die Kontinuität zwischen früheren und aktuellen Kunstwerken zu wahren.


Vorheriger Zustand des Raumes – Der Eingangsbereich der Bar, bevor die türkisfarbenen Wände sandfarben gestrichen wurden. Die Wände im hinteren Bereich sind noch rot mit blauen und schwarzen Wandornamenten.
